Baccharis halimifolia - Kreuzstrauch

© Stefan Nehring

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name Baccharis halimifolia Linnaeus, 1753
Systematik Spermatophyta, Asteraceae
Weitere deutsche Namen Kreuzstrauch
Englischer Name Eastern Baccharis, Saltbush, Groundsel tree
Herkunft Nordamerika, von Nova Scotia entlang der Ostküste bis Florida und Texas sowie in Mexiko und der Karibik (Bahamas, Kuba).
Einschleppungswege und Einfuhrvektoren Im 17. Jh. als Zierpflanze nach Europa eingeführt; auch aktuell im Zierpflanzenhandel erhältlich. Die Art wird in Hecken als Windschutz angepflanzt. Die Samen werden mit dem Wind über mehrere Hundert Meter ausgebreitet.
Erkennungsmerkmale Ein Strauch mit mehreren Stämmen von bis zu 4 Meter Höhe. Die länglich-elliptisch geformten, ganzrandigen Blätter sind wechselständig angeordnet, verdickt, fast lederartig, bis zu 7 cm lang und 5 cm breit. Der Kreuzstrauch blüht im Sommer von August bis Oktober; die Blüten sind weiß.
Status in Österreich Fehlend
Erstfund in Österreich
Verbreitung in Europa In Westeuropa zerstreut an der Küste von Spanien bis Belgien sowie in Großbritannien und an der Mittelmeerküste von Spanien und Italien etabliert.
Auswirkungen des Klimawandels Die Art stammt ursprünglich aus dem südlichen Nordamerika und scheint von einer Klimaerwärmung und weniger harten Wintern zu profitieren.
Biologie und Ökologie Der Kreuzstrauch besiedelt Salzmarschen und Küstendünen. Im Binnenland wächst er vor allem an Straßenrändern und intensiv bestockten Weiden. Eine Pflanze produziert bis zu 1,5 Mio. Samen, die durch den Wind ausgebreitet werden.
Gefährdung der Biodiversität Die Art kann monodominante Bestände bilden und z. B. durch Konkurrenz um Nährstoffe und die Beschattung heimische Arten verdrängen. Strukturelle Änderungen der Lebensräume sind die Folge.
Negative ökonomische Auswirkungen Giftige Inhaltsstoffe haben negative Auswirkungen auf Weidetiere.
Negative humangesundheitliche Auswirkungen Die Pollen können Allergien auslösen, die Samen und andere Pflanzenteile sind giftig.
Positive sozio-ökonomische Auswirkungen Die Art wird als Zierpflanze und in Windschutzhecken angepflanzt.
Managementmaßnahmen Öffentlichkeitsarbeit. Verhinderung der (un)absichtlichen Ausbringung.
Letzte Aktualisierung Umweltbundesamt, August 2016

Verbreitung in Österreich

Es sind keine Nachweise der Art aus Österreich bekannt.

Bundesländer

V T S K St O N W B
                 

Biogeographische Regionen

Alpine Region Kontinentale Region
   
© Stefan Nehring

Infobox

Literatur

Risikobewertungen

EPPO (2013) Pest risk analysis for Baccharis halimifolia. EPPO, Paris. Download

 

Rabitsch, W., Gollasch, S., Isermann, M., Starfinger, U. & Nehring, S. (2013): Erstellung einer Warnliste in Deutschland noch nicht vorkommender invasiver Tiere und Pflanzen. BfN-Skripten 331: 1-154. Download  [PDF] (Seite 42-43)

 

Ausgewählte Quellen

Campos, J.A. et al. (2004): The role of alien plants in the natural coastal vegetation in central-northern Spain. Biodiv. Conserv. 13: 2275-2293.

 

Caño, L. et al. (2013): Replacement of estuarine communities by an exotic shrub: distribution and invasion history of Baccharis halimifolia in Europe. Biol. Invasions 15: 1183-1188.