Callosciurus erythraeus - Pallashörnchen

© Stefan Nehring

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name Callosciurus erythraeus (Pallas, 1779) Es sind über 30 Unterarten bekannt.
Systematik Mammalia, Rodentia, Sciuridae
Weitere deutsche Namen Pallas-Schönhörnchen, Rotbauchhörnchen
Englischer Name Pallas’s Squirrel
Herkunft Südostasien, von Indochina bis Südchina.
Einschleppungswege und Einfuhrvektoren Für Tiergärten und private Halter und Züchter nach Europa eingebracht. Unabsichtlich entkommene und absichtlich ausgesetzte Tiere können sich über geringe Entfernungen (wenige Kilometer pro Jahr) selbständig ausbreiten.
Erkennungsmerkmale Die Hörnchen sind rund 20 cm lang und besitzen einen ebenso langen, buschigen Schwanz. Das Fell ist oberseits braun bis olivgrün, der Bauch ist rötlich und die Pfoten sind meist schwarz gefärbt. Die Ohren besitzen keine verlängerten Haare (Ohrpinsel).
Status in Österreich Fehlend
Erstfund in Österreich
   
Verbreitung in Europa In Europa ist die Art in Frankreich seit den 1960er-Jahren, in den Niederlanden, Belgien und Italien seit den 1990er-Jahren etabliert.
Auswirkungen des Klimawandels Milde Winter fördern das Überleben und die Ausbreitung der Art.
Biologie und Ökologie Pallashörnchen leben bevorzugt in Laubmischwäldern, in Europa in Gärten und Parkanlagen im städtischen Umfeld. Die tagaktiven Tiere fressen verschiedene Samen, Nüsse und Früchte sowie Insekten. Weibchen werfen 1- bis 3-mal im Jahr 1 bis 2 Junge, die noch im 1. Lebensjahr geschlechtsreif werden.
Gefährdung der Biodiversität Konkurrenz um Nahrung und Nesthabitate mit dem Europäischen Eichhörnchen sowie Raubdruck auf Waldvögel werden vermutet. Negative Auswirkungen auf Wälder sind durch das Fressen der Borke und folgende Sekundärinfektionen der Bäume durch Pathogene möglich.
Negative ökonomische Auswirkungen Durch das Nagen und Fressen an der Borke und Rinde von Bäumen und Sekundärinfektionen kommt es zu einer Wertminderung der Bäume und Schäden in der Forstwirtschaft. Mitunter werden auch Stromkabel und Bewässerungsleitungen durchgebissen.
Negative humangesundheitliche Auswirkungen Keine bekannt.
Positive sozio-ökonomische Auswirkungen Die Art wird als Haustier gehalten.
Managementmaßnahmen Verhinderung der (un)absichtlichen Ausbringung aus Gefangenschaft.
Letzte Aktualisierung Umweltbundesamt, August 2016

Verbreitung in Österreich

Es sind keine Nachweise der Art aus Österreich bekannt.

Bundesländer

V T S K St O N W B
                 

Biogeograpische Regionen

Alpine Region Kontinentale Region
   

Infobox

Literatur

Risikobewertungen

Dijkstra, V. & Dekker, J. (2008): Risico-assessment uitheemse eekhoorns. VZZ rapport 2008.10: 83 S.

 

Schockert, V. (2012): Risk analysis of the Pallas's squirrel, Callosciurus erythraeus, Risk analysis report of non-native organisms in Belgium. Cellule interdépartementale surles Espèces invasives (CiEi), DGO3, SPW/Ed., 39 S. Download

 

Ausgewählte Quellen

Bertolino, S. & Lurz, P. (2013): Callosciurus squirrels: worldwide introductions, ecological impacts and recommendations to prevent the establishment of new invasive populations. Mamm. Rev. 43: 22-33.